Bestattungsarten

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist in unserer Region die herkömmlichste Bestattungsform. Man unterscheidet hierbei zwischen Reihengräbern und Wahlgräbern.

Wahlgräber
Wahlgräber sind Grabstätten, auf denen ein oder mehrere Stellen belegt werden können. Das Nutzungsrecht, welches meist 25 Jahre oder mehr beträgt, kann nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden.

Reihengräber
Reihengräber sind Einzelgräber, die in Reihe belegt werden. Sie werden vom Friedhofsamt zugeteilt. Sie werden für einen Zeitraum von meist 25 Jahren zugewiesen und können nach Ablauf der Ruhezeit nicht verlängert werden.

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist die im Osten Europas traditionelle Bestattungsform. Mittlerweile nimmt es auch bei uns erheblich zu. Bei der Feuerbestattung wird der/die Verstorbene mit dem Sarg eingeäschert. Nach der Trauerfeier verbleibt der Sarg entweder in der Kapelle, der Trauerhalle oder er wird zum Fahrzeug getragen. Hiernach wird der Sarg mit der/dem Verstorbenen zur Einäscherung in ein Krematorium überführt.

Urnenwahlgräber
Ein Urnenwahlgrab entspricht der Wahlstelle bei Erdbestattungen, nur dass bei dem Urnenwahlgrab zwei Urnen auf einer Stelle beigesetzt werden können.

Urnenreihengräber
Ein Urnenreihengrab entspricht der Reihengrabstelle bei Erdbestattungen. Hierbei darf nur eine Urne auf einer Grabstelle beigesetzt werden.

Urnengemeinschaftsfeld
Wenn keine eigene Urnengrabstelle gewünscht wird, kann die anonyme Beisetzung in einer Urnengemeinschaftsanlage ohne Kennzeichnung der Grabstelle stattfinden. Eine Trauerfeier ist hier wie bei allen anderen Bestattungsarten auch möglich.

Seebestattung

Die Seebestattung folgt der Einäscherung mit der Beisetzung im Meer. Dazu fährt ein Schiff auf die offene Seehinaus und übergibt die Urne außerhalb der Drei-Meilen-Zone dem Meer. Die Angehörigen können bei der Beisetzung auf dem Meer dabei sein. Voraussetzung für diese Art der Bestattung ist, dass der Verstorbene zu Lebzeiten oder die nächsten Angehörigen schriftlich die Verbundenheit des Verstorbenen zum Meer niederlegen.

Friedwaldbestattung

Ein Friedwald ist ein naturbelassenes Stück Wald, in dem eine oder mehrere Urnen am Fuß eines Baumes beigesetzt werden können. Der Friedwald ist jederzeit frei zugänglich und nicht als Ruhestätte zu erkennen. Die Beisetzung erfolgt in biologisch abbaubaren Urnen, die sich innerhalb weniger Wochen zersetzen. Es ist möglich den Baum bereits zu Lebzeiten auszuwählen. Ebenso kann der Baum mit einer kleinen Tafel gekennzeichnet werden. Die Grabpflege im Friedwald übernimmt die Natur; der Baum ist bis zu 99 Jahre gegen Abholzung geschützt. Der nächste Friedwald liegt im Kalletal.